Feuer Groß mit Menschenleben in Gefahr

Am späten Nachmittag des 17. März um 16:47 wurden die Feuerwehren aus Lütjensee und Trittau, sowie der Drehleiterzug aus Großhansdorf mit dem Stichwort FEUGY ( Feuer Groß Menschenleben in Gefahr) in die Straße Seebergen in Lütjensee alarmiert.

Vor Ort brannte das Reet eines Reetdachhauses auf 20qm. Glücklicherweise bestätigte sich nicht das sich noch Personen im Gebäude befanden.

Die ersten Kräfte leiteten sofort einen Löschangriff mit einem C-Rohr von innen sowie von außen ein. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnung für die Bevölkerung im Bereich Lütjensee, über Katwarn und Nina, ausgegeben.

© Trittau Online

Da das Feuer sich weiter ausbreitete und die Gefahr für die Einsatzkräfte im Gebäude zu hoch wurde, musste die Brandbekämpfung im Innenraum abgebrochen werden.

Es wurde ein massiver Löscheinsatz von Außen begonnen. Über mehrere Rohre und Wasserwerfer, sowie über die mittlerweile eingetroffene Drehleiter aus Großhansdorf, wurde das Feuer bekämpft.

Aufgrund des massiven Löscheinsatztes, kam es zu Wasserengpässen. Als Ausgleich wurde Wasser aus einem nahe gelegenen Teich mit mehreren Pumpen über einige Hundert Meter gepumpt. Hierzu wurden zur Unterstützung die Feuerwehren aus Grönwohld und Großensee nachalarmiert und das Stichwort auf FEU2 ( Feuer 2. Alarmstufe) erhöht.

Um sich ein besseres Bild der Lage zumachen wurde die Drohneneinheit der Technischen Einsatzleitung des Kreises Stormarn hinzugezogen.

Für einen besseren Löscherfolg und um das Reet auseinander zuziehen, wurde das THW Hamburg Wandsbek mit einem Bagger alarmiert.

Dieser hat im Verlauf das Reet vom Gebäude entfernt. Somit war es möglich an die Glutnester darunter zukommen.

Damit die Einsatzkräfte sich stärken konnten, wurde die Verpflegungseinheit der Malteser zur Einsatzstelle beordert. Diese versorgten die Kräfte mit Getränken und einer Kleinigkeit zu Essen.

Um die Einsatzstelle bei einsetzten der Dunkelheit mit genügend Licht auszuleuchten wurde das THW aus Ahrensburg mit einem Lichtmast zur Unterstützung geholt.

Am Abend kam noch die Feuerwehr aus Schönberg hinzu um mit frischen Kräften zu unterstützen.

Der Einsatz zog sich bis in die Nachtstunden. Zu Höchstzeiten waren ca. 120 Einsatzkräfte gleichzeitig vor Ort. Insgesamt bis Einsatzende ca. 150 Einsatzkräfte. Diese setzten sich aus folgenden Einheiten zusammen.

Freiwillige Feuerwehr Trittau, Freiwillige Feuerwehr Lütjensee, Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf, Freiwillige Feuerwehr Großensee, Freiwillige Feuerwehr Grönwohld, Freiwillige Feuerwehr Schönberg, Kreisfeuerwehrzentrale, Technische Einsatzleitung des Kreises Stormarn, THW Ahrensburg, THW Hamburg Wandsbek, Rettungsdienst Stormarn, Malteser Ahrensburg, Polizei Stormarn

Die Feuerwehr Trittau war bis 23:30 im Einsatz.

Während des Einsatzes stellten wir ein Fahrzeug in Bereitstellung für die Risikoabdeckung.